Handarbeitskreis
Im Jahr 1978 gründete sich der "Handarbeitskreis".
Wir gingen damals frisch ans Werk, trafen uns jede Woche mittwochs von 15.00 Uhr - 17.00 Uhr und erarbeiteten aus eigenen Mitteln Handarbeitsartikel jeglicher Art.
Unser Kreis vergrößert sich bald. Wir konnten jedes Jahr 3.000,- bis 4000,- DM erwirtschaften und spendeten dieses Geld für "Brot für die Welt". Später kam es zu einem Kirchenvorstandsbeschluss, dass die Hälfte des erarbeiteten Betrages an die Gemeinde gehen sollte. Dort fehlten die finanziellen Mittel für die notwendige Orgelreparatur und später für die Kirchenrenovierung. Dieser Beschluss machte uns ein wenig traurig, traten wir doch einst nur für "Brot für die Welt" an. Wir sahen aber die dringende Notwendigkeit ein, auch unserer Gemeinde selber zu helfen.
Unser Kreis hat über viele Jahre auf dem Weihnachtsmarkt selber mit verkauft, später "nur" noch auf unserem Gemeindebasar. Jedoch riss unser Kontakt zum Weihnachtsmarkt nie ganz ab: Alles, was wir in der Gemeinde nicht verkaufen konnten, packten wir in einen großen Korb und lieferten diesen zum Verkauf nach Goslar. Wir schätzen, dass der Wert dieser Ware jedes Jahr sicherlich über 1500,00 DM lag. Im letzten Jahr wohl über 1.000,00 Euro.
Wie schon erwähnt, haben wir die ersten 2-3 Jahre das Material für unsere Arbeiten selber beigesteuert; später hielten wir dann von dem jeweiligen Verkaufserlös einen Teil zurück (wir nannten es "Wollgeld"), um neue Ausgangsstoffe zu erwerben. In jedem Fall haben wir auf Heller und Pfennig abgerechnet.
Unterdessen waren wir 20 Frauen geworden. Alle Frauen liebten unsere Gemeinde sehr. So waren und sind wir froh und stolz, dass wir von den weiteren Überschüssen in all den Jahren so manchen Gegenstand für unsere Gemeinde spenden konnten. An einige Spenden kann ich mich noch gut erinnern, so die gleichmäßig bezogenen Sitzkissen für unsere Kirche. Oder die stabilen Kleiderbügel für die Garderobe im Pfarrhaus. Ebenso an die zwei geschnitzten Leuchter für den Altar. Die Zuschriften lauten: "Ich bin das Licht der Welt" und "Ihr seid das Salz der Erde". Später schnitzte uns die Bildhauerin Frau Ursula Backhaus, die leider schon verstorben ist, auch das Kruzifix, das noch heute unseren Altar schmückt.
Für das Katharina-von-Bora-Haus haben wir gemeinsam mit der Frauenhilfe das große Kreuz an der Stirnwand des Raumes herstellen lassen, das damals bereits 2000,- DM kostete.
Inzwischen wird der Handarbeitskreis von Esther Voigt und Gisela Weferling geleitet.
Aus gesundheitlichen Gründen können wir Handarbeitsprodukte nur noch in sehr geringem Umfang herstellen. Wir sind ca. 10 Frauen, die sich jeden Mittwoch um 15 Uhr im Katharina-von-Bora-Haus treffen und einen gemütlichen Nachmittag verbringen.
Esther Voigt (Tel.: 6692)
Gisela Weferling (Tel.: 65158)




