Pünktlich um 15:30 Uhr eröffnete Organisator Jens Kloppenburg für die evangelische Kirchengemeinde den Okeraner Neujahresantrunk 2023. Rund 90 ehrenamtlich engagierte waren der Einladung gefolgt und sorgten für eine gut gefüllte Begegnungsstätte.
Nach drei Jahren konnte in diesem Jahr endlich wieder ein Jahresantrunk im gewohntem Rahmen in der Begegnungsstätte Oker stattfinden. In seiner Begrüßung hob Kloppenburg nicht nur die Bedeutung des Jahresantrunk vor, sondern auch die Unterstützung des Antrunks von Firmen und Institutionen. So spendete Bäckerei Stübig auch in diesem Jahr den Kuchen und die Banken unterstützten finanziell und materiell. Anschließend folgten einige theologische Gedanken von Pfarrer Martin Feuge zur Einstimmung.
Zwischen den einzelnen Tagesordnungspunkten sorgte das Musikensemble "In Good Company" um den ehemaligen AGG-Lehrer Rainer Buhl für ausgelassene Stimmung und Momente zum Nachdenken. Auch ein Vortrag über Oker durfte in diesem Jahr nicht fehlen. Seit vielen Jahren ist Gerwin Bärecke dafür gesetzt. In diesem Jahr gab es allerdings keinen Dokumentarfilm, sondern eine Kurzvorstellung eines Buches über die Okerpromenade, welches der Naturwissenschaftliche Verein Goslar herausgebracht hat. Bärecke zeigte daraus seine 20 Pflanzen- und Tierhighlights, welche an der Promenade heimisch sind. Doch auch die Kritik und damit verbundene Folgen der Abholzung an dem Teich am "Okerufer" kamen bei seinem Vortrag nicht zu kurz.
Im Jahresrückblick nahm Norbert Bengsch wieder kein Blatt vor den Mund. In gewohnter emotionaler und humorvoller Weise ließ Bengsch das vergangene Jahr revue passieren. Immer mit einem kleinen Piks in Richtung Politik. So fielen zum Beispiel der Stadtpark, die lange defekte Kirchenmauer und das Containerdorf an der Grundschule Unteroker ins Visier. Und wo er schon einmal bei politischen Themen war, erinnert Bengsch gern an den verstorbenen Gerd Politz. "Vielleicht könnte man nach einer Helmut-Sander-Sporhalle in Oberoker ja auch eine Gerd-Politz-Multifunktionshalle in Unteroker bekommen?". Eine Idee welche sich die anwesenden Lokalpolitiker sicher notiert haben. Weitere Themen in Bengschs Jahresrückblick waren unter anderem die Schließung des Blumenladen Florenzia, durch eine kurzfristige Kündigung seitens des Vermieters, die Schließung der Kneipe "Vroni" und das Mysterium "Waldhaus". Ein besonderes Augenmerk legte Bengsch auf den Ukraine-Krieg und der damit verbundenen Flüchtlingswelle und Hilfsbereitschaft. Doch auch die Okeraner Vereine und Ihre Feierlichkeiten, wie Freibad, Turnmeisterschaften, Oktoberfest und Osterfeuer kamen im Rückblick nicht zu kurz.
Zum Schluss war es dann endlich soweit, die lang erwartete Prämierung der "Oker-Joker" 2023 stand an. Die beiden Laudatoren Rüdiger Woltmann und Jens Kloppenburg verpackten wie gewohnt etliche Hinweise auf die Preisträger in einem witzigen Wortspiel Dialog, so dass bis zum Schluss alle Anwesenden munter mitraten konnten. Am Ende konnten sich in diesem Jahr, durch Wohltmanns Wahl einer "gespaltenen Person" sogar 3 Preisträger*innen freuen. Hans-Jörg Scheller und Sabine Köruglu sowie Rainer Buhl erhielten die Auszeichnung als "Allseits einsetzbarer Bürger*in". Die Wahl der Oker-Joker treffen Kloppenburg und Woltmann gemeinsam mit den Preisträgern des Vorjahres.